Doch viele dieser Tiere sind heute bedroht. Straßenverkehr, Lebensraumverlust und Klimawandel setzen ihnen stark zu, sodass ihre Bestände in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind.
Der Amphibienschutz spielt daher eine zentrale Rolle, um diese faszinierenden Tiere zu erhalten und ihre Wanderungen zu den Laichgewässern zu sichern.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden protokolliert und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen und der Stadt Willich zur Verfügung gestellt.
Auf Grundlage dieser Erfassung können Maßnahmen zum Erhalt und zur Sicherung der Amphibienbestände erarbeitet werden.
Die Laufzeit des Projektes beträgt vier Jahre. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts sind Anke und Axel Klusen vom NABU Willich.
Zum Einsatz kamen Kescher und Eimerfallen sogenannte Ortmann-Eimerreusen. Die Eimerfallen wurden abends in die Gewässer eingebracht und am darauffolgenden Morgen wieder eingeholt. Alle Gewässer wurden zweimal an unterschiedlichen Tagen mit Fallen bestückt. Aber auch Sichtungen, meist Erdkröten und Teichfrösche wurden protokolliert.
Zusätzlich wurden die Beobachtungen in Observation.org eingepflegt.
Von den 16 untersuchten Gewässern konnten in 10 Gewässer Amphibien nachgewiesen werden. Insgesamt konnten 39 Teichmolche (Lissotriton vulgaris), 2 Bergmolche (Mesotriton alpstris), 25 Erdkröten (Bufo bufo), 75 Teichfrösche (Pelophylax esculentus) gefunden werden.
In den nächsten drei Jahren werden die restlichen amphibientauglichen Gewässer in Willich untersucht. Die bereits untersuchten Gewässer mit Amphibienfunden werden weiter beprobt, um evtl. Entwicklungstendenzen ableiten zu können.
Anke und Axel Klusen
NABU Willich