Der Steinkauznistkasten

Steinkauznistkasten
Eine künstlicher Nistkasten sollte einem natürlichen Nistplatz sehr ähnlich sein.

Die einfachen Nistkästen nach "Schwarzenberg" haben sich bei vielen Steinkauzfreunden bestens bewährt. Welche Form der Nistkasten hat, spielt keine Rolle, jedoch sollte er mindestens die links angegebenen Maße haben.

Der Vorraum ist für die Altvögel ein idealer Ruheplatz . Bei Gefahr können sie schnell in der Höhle verschwinden. Die Jungtiere nutzen diesen Platz gerne, um gefüttert zu werden.

Das 50mm dicke Brett mit dem Einschlupfloch verhindert das Eindringen von Dohlen. Hier sollte nur splitterfreies Hartholz Verwendung finden, damit die Kauze sich nicht verletzen können.

BAUPLAN:1

BAUPLAN:2

Die sogenannten Mardersicherungen sind für einen Marder kein Hindernis und können somit auch wegfallen. Otto Kimmel aus Ibbenbüren führte Versuche mit "mardersicheren" Nistkästen durch und musste feststellen das viele Brutpaare den Brutplatz und das Biotop verlassen hatten. Otto Kimmel betreut mit seiner Mannschaft 200 Steinkauznistkästen. Fazit: eine Mardersicherung schadet mehr als sie nutzt.

Die Öffnung eines Steinkauzkastens darf nie nach hinten zu öffnen sein, da dies einer Zerstöhrung des Nestes gleichkommt. Das Einstreumaterial in einem neu errichteten Kasten soll etwa 10 Liter/Volumen betragen. Es sollte aus altem Sägemehl oder Kleintierstreu,Humus und etwas Kompost bestehen. Etwas erdfeucht sollte es sein und dann so eingebracht, wie auf dem Foto zu erkennen ist. Anschließend das Einstreumaterial leicht andrücken. Dieses Material saugt genügend Flüssigkeit auf, so daß keine Kloake entsteht.

Das Nest soll auch nicht gereinigt werden, denn in der Freien Natur macht es auch niemand und die Steinkauze brüten dort Jahrelang an der gleichen Stelle. Die Aufhänghöhe sollte 3 bis 5 Meter betragen und möglichst gerade hängen. Nistkästen nie über offene Wasserflächen aufhängen.

Nistkästen von Steinkauzen in Willich 
Steinkauznistkästen